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Die Blackies zähmten die Bullen

Foto: APA/Leodolter

Graz - Sturm Graz hat am Donnerstag in der 35. und vorletzten Fußball-Bundesliga-Runde einen großen Schritt Richtung Europacup gemacht. Die Steirer bezwangen daheim Meister Salzburg mit 2:0 und schafften damit dank der gleichzeitigen Niederlage der Austria (0:4 gegen den LASK) den Sprung auf Rang drei. Die Treffer erzielten Hölzl (45.) und Kaufmann (95.).

Sollte die Austria am Sonntag das Cupfinale gegen die Admira gewinnen, dann würden Sturms Chancen auf einen Platz in der Europa-League-Qualifikation weiter steigen. Denn dann müsste Sturm "nur" mehr die Rieder (2:1-Sieger in Klagenfurt) in Schach halten. Allerdings treffen die Grazer in der letzten Runde am 31. Mai ausgerechnet auf die Oberösterreicher. Falls die Austria das Finale gewinnt, würde sogar eine knappe Niederlage reichen.

Drei Teams um Europa

Verliert die Austria hingegen das Endspiel, dann muss Sturm am 36. und letzten Spieltag den dritten Rang gegen die Austria und die Rieder behaupten. Der Vorsprung auf die Austria (letzte Runde daheim gegen Kärnten) beträgt einen Punkt und auf die Rieder drei Punkte.

Salzburg-Goalgetter Janko blieb ohne Treffer und steht damit im Rennen um den Liga-Allzeit-Rekord von Rapid-Legende Krankl (41 Tore) unter Zugzwang. In der letzten Runde daheim gegen Altach benötigt Janko nun zwei Treffer, um die Krankl-Marke einzustellen und drei um sie noch zu übertreffen.

Etwas mehr als 15.300 Zuschauer - darunter die ÖFB-Teamchef-Assistenten Zsak und Peischl - sahen eine den sommerlichen Temperaturen angepasste, sehr zurückhaltende Anfangsphase, in der lediglich Janko mit einem Schuss aus der Drehung (10., knapp am langen Eck vorbei) für Gefahr sorgte. Sturm benötigte zwar im Kampf um einen Europa-League-Platz dringend Punkte, verlegte sich jedoch ausschließlich aufs Kontern.

Taktisch diszipliniert

Dementsprechend rar waren die Sturm-Chancen, Kandelaki verfehlte knapp das rechte Kreuzeck (29.) und Muratovic scheiterte am überragend reagierenden Gustafsson (39.). Doch der Pausenstand gab der Taktik von Sturm-Trainer Foda recht, denn Sekunden vor dem Halbzeitpfiff erzielte Hölzl das 1:0 für seine Truppe. Nach Querpass von Muratovic blockte Sekagya den ersten Hölzl-Versuch ab, beim Nachschuss des ÖFB-Teamspielers waren Sekagya und Gustafsson dann aber chancenlos (45.).

Durch den Hölzl-Treffer war nach dem Wechsel von Beginn weg weit mehr Dampf im Spiel. Im Salzburg-Tor verhinderte Gustafsson zweimal gegen Kaufmann das 0:2 (48., 65.), Kienzl vergab hauchdünn (73.) und Haas traf aus hauchdünner Abseits-Position (81.). Die Gäste suchten - wie vor dem Match angekündigt - immer wieder mit hohen Bällen Janko, doch dieser konnte sich an diesem Tag nie entscheidend in Szene setzen und scheiterte an Gratzei (50.) bzw. verzettelte sich (53.). In der Nachspielzeit glückte den Hausherren noch das 2:0, nach Muratovic-Flanke und Hassler-Kopfball staubte Kaufmann zum 2:0 ab (95.). (APA)

SK Sturm Graz - Red Bull Salzburg 2:0 (1:0). Graz, UPC-Arena, 15.327 (ausverkauft), SR Stuchlik.

Torfolge: 1:0 (45.) Hölzl

2:0 (95.) Kaufmann

Sturm: Gratzei - Lamotte (69. Schaschiaschwili), Feldhofer, Sonnleitner, Kandelaki - Hölzl, Hlinka, Kienzl, Kaufmann - Muratovic, Haas (90. Hassler)

Salzburg: Gustafsson - Bodnar, Sekagya, Opdam, Ulmer - Boussaidi (46. Ngwat-Mahop), Aufhauser (85. Nelisse) - Zickler, Vonlanthen (76. Janocko), Tchoyi - Janko

Gelbe Karten: Hölzl, Hassler (als Ersatzspieler) bzw. Zickler, Janko