Genf - Im Kampf gegen die Kindersterblichkeit sind seit 1990 nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) große Fortschritte erzielt worden: Weltweit ging die Zahl der vor ihrem fünften Lebensjahr gestorbenen Kinder um fast ein Drittel zurück, wie die WHO in Genf mitteilte. 

2007, dem letzten Jahr mit vollständigen Statistiken, seien rund neun Millionen Kinder unter fünf Jahren gestorben, 1990 seien es noch 12,5 Millionen gewesen. Der Rückgang um 27 Prozent sei ein wichtiger Fortschritt bei dem Ziel, die Kindersterblichkeit weltweit bis 2015 auf zwei Drittel im Vergleich zu 1990 zu senken. Das ist eines der sogenannten Millennium-Entwicklungsziele. 

Die WHO veröffentlichte am Donnerstag 100 Statistiken, darunter auch eine über die Lebenserwartung. Japanische Frauen erreichen demnach mit 86 Jahren das höchste Alter, die Männer San Marinos haben weltweit mit 81 Jahren die höchste Lebenserwartung. Die niedrigste Lebenserwartung haben Männer im westafrikanischen Sierra Leone mit 39 Jahren; Frauen in Afghanistan werden im Durchschnitt nur 42 Jahre alt. (APA/AP)