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Der durch Cola verursachte Kaliummangel kann zu leichter Muskelschwäche führen

Foto: APA/EPA/Everett Kennedy Brown

New York - Exzessiver Konsum von Cola kann zu Muskelschwäche und lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen führen. Griechische Mediziner beschreiben mehrere Fälle von Patienten, bei denen das Getränk Müdigkeit, Muskelproblemen und Herzbeschwerden verursachte. Dazu können schon Tagesmengen ab zwei Litern ausreichen. Interessante Ergebnisse angesichts der Tatsache, dass in den vergangenen Jahrzehnten der Konsum von Softdrinks massiv zugenommen hat. Cola-ähnliche Getränke haben möglicherweise den größten Anteil am Getränkeverkauf. 

Gesundheitsprobleme

Weltweit wurden im Jahr 2007 mehr als 550 Milliarden Liter Cola getrunken, was einem Pro-Kopf-Verbrauch von 83 Litern entspricht. US-Bürger konsumieren pro Jahr im Mittel sogar 212 Liter Cola, und der Verbrauch steigt. "Wir trinken mehr Erfrischungsgetränke als je zuvor, und daraus resultieren Gesundheitsbeschwerden wie Zahnprobleme, Mineralverlust der Knochen und die Entstehung von metabolischem Syndrom und Diabetes", klagt der Internist Moses Elisaf von der Uniklinik Ioannina.

Kaliummangel und seine Folgen

Dieser Gefahrenliste können Mediziner noch Kaliummangel hinzufügen. Dies kann leichte Muskelschwäche bis hin zu Lähmungserscheinungen und Herzbeschwerden auslösen. In den Fallbeispielen, die der Mediziner im "International Journal of Clinical Practice" beschreibt, tranken manche Patienten neun Liter pro Tag, andere aber auch nur zwei. Eine Frau litt unter Müdigkeit, Appetitmangel und häufigem Erbrechen. Bei der Untersuchung stellten die Ärzte eine Herzblockade fest, ausgelöst durch Kaliummangel. Unbekannt ist allerdings welche tägliche Konsummenge überhaupt unbedenklich ist, weitere Studien müssten das nun klären.

Verantwortlich für solche Probleme sind dem Mediziner zufolge Zucker, Fruchtzucker und Koffein. Allerdings besserten sich die Beschwerden bei allen Patienten bei Meidung des Getränks wieder. "Auch wenn sich die meisten Patienten erholen, wenn sie den Colakonsum stoppen und Kaliumpräparate nehmen, kann sie eine Cola-induzierte chronische Hypokaliämie für potenziell tödliche Komplikationen wie Herzrhythmusstörungen empfänglicher machen", sagt Elisaf.  (APA/AP/red)