Der neunjährige Bub, der Donnerstagnachmittag nach einem Sprung in die Donau auf der Wiener Donauinsel untergegangen ist, ringt weiter mit dem Tod. "Die Lage ist ernst", sagte eine Ärztin. Die Details des Unfalles sind weiter unklar, die Eltern des Kindes lehnen jeden Kontakt mit Medien ab.

Das Kind hatte laut Polizei gemeinsam mit seinen Eltern ein muslimisches Fest auf der Donauinsel besucht. Unbemerkt von seinen Eltern dürfte es auf eine schwimmende Plattform gestiegen und von dort ins Wasser gesprungen und nicht mehr aufgetaucht sein. Da der Neunjährige bei seiner Bergung keine sichtbaren Verletzungen aufgewiesen hat, liegt laut Rettung die Vermutung nahe, dass der Bub durch das kalte Wasser einen Schock erlitten hat.

Was danach geschah, ist rätselhaft: Offenbar hat niemand der anwesenden Besucher den Vorfall mitbekommen oder dem Bub nicht geholfen. "Das Problem war, dass das Kind so lange im Wasser war", so ein Sprecher der Rettung. Erst nach zehn Minuten hat ein Passant mit seinem Handy die Einsatzkräfte verständigt. Die Feuerwehr war nach einer Minute an Ort und Stelle, Taucher bargen das schwer verletzte Kind. (APA)