New York - Der Sicherheitsrat hat "Sorge" wegen des umstrittenen Prozesses gegen Burmas Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi geäußert. In einer Presseerklärung forderte das höchste UN-Gremium am Freitag die Freilassung der Oppositionsführerin und aller politischen Gefangenen im Land. An die regierende Militärjunta appellierte der Rat, den Dialog mit allen ethnischen Gruppen aufzunehmen und die nationale Versöhnung voranzutreiben.

Eine Presseerklärung ist allerdings die schwächste Form der Reaktion im Sicherheitsrat, dem seit 1. Jänner auch Österreich als nicht ständiges Mitglied für zwei Jahre angehört. Auf eine gewichtigere Präsidenten-Erklärung, wie von Großbritannien gefordert, konnten sich die 15 Mitglieder in New York nicht einigen. Der britische UN-Botschafter John Sawers äußerte sich gleichwohl zufrieden. "Der Rat hat seine Meinung einvernehmlich geäußert. Das ist ein wichtiger Ausdruck unserer Besorgnis nach der jüngsten Entwicklung."

Burmas Militärjunta hat einen Prozess gegen Suu Kyi eröffnet. Die Machthaber werfen ihr vor, während ihres Hausarrestes Besuch von einem US-Amerikaner erhalten und damit gegen die Arrest-Auflagen verstoßen zu haben. Ihr drohen mehrere Jahre Haft. (APA/dpa)