Wien - Für die Fürstenfeld Panthers stehen nach dem Beinahe-Skandal im Semifinalspiel der Admiral Basketball Bundesliga (ABL) beim WBC Wels vom Mittwochabend "schwerwiegende Konsequenzen" im Raum. Das hat ABL-Präsident Norbert Steger am Samstag in einer Stellungnahme angekündigt. Außerdem teilte er mit, dass Anträge auf den Ausschluss der Panthers aus der Liga vorlägen. Das ABL-Präsidium tritt am Montag zu einer Sondersitzung zusammen.

Steger stellte sich am Samstag hinter die von Fürstenfeld-Präsident Harald Fischl kritisierten Schiedsrichter. Andreas Roth und seine beiden Kollegen (Nebojsa Kovacevic und Christoph Hiermann) hätten "das Spiel in Wels korrekt gepfiffen". Es sei daher "falsch und ligaschädigend", Roth öffentlich für seine Spielleitung zu tadeln, wie dies Fürstenfeld tue.

Der ABL-Präsident äußerte sich auch zur Feststellung der Oststeirer, schon vor dem vierten Semifinalspiel in Wels gegen die Schiedsrichter-Besetzung protestiert zu haben. Ein solcher Protest werde "wohl schon deshalb abzuweisen sein, da dies nicht den Bestimmungen der ABL entspricht".

"Insgesamt wird aber das Verhalten seitens Fürstenfeld während und nach dem Spiel schwerwiegende Konsequenzen auslösen müssen", betonte Steger. Die Verfahren seien beim Rechtsreferenten eingeleitet.

Was die Anträge betreffe, Fürstenfeld aus der ABL auszuschließen, gebe es "keinerlei Eile, weil die neue Meisterschaft erst im Oktober beginnt". Jedenfalls müsse ein formelles Verfahren eingeleitet werden, stellte Steger fest.

Fischl hatte seine Spieler kurz vor Ende der Partie am Mittwochabend in Wels zum Abtreten aufgefordert. Die Begegnung wurde jedoch zu Ende gespielt. Die Panthers mussten sich 110:125 geschlagen geben, womit für den Titelverteidiger die Saison vorzeitig zu Ende ging. (APA)