Knapp drei Wochen vor der Präsidentenwahl im Iran haben die Behörden den Zugriff auf die Internet-Kontaktplattform Facebook untersagt. Wie die den Reformkräften nahestehende Nachrichtenagentur ILNA am Samstag unter Berufung auf Internetnutzer meldete, hatten Anhänger des Präsidentschaftsbewerbers Mir-Hossein Moussavi das Netzwerk genutzt, um dessen Ansichten bekannter zu machen. In der weltweiten Facebook-Gemeinde hat Moussavi 5.200 "Freunde", das heißt Nutzer, die mit ihm Informationen austauschen können.

Reformorientiertes Lager

Der ehemalige Regierungschef Moussavi gilt als stärkster Herausforderer des ultrakonservativen Amtsinhabers Mahmud Ahmadinejad bei der Wahl am 12. Juni. Den gemäßigten Konservativen unterstützen große Teile des reformorientierten Lagers. (APA/AFP)