Wien - Die rumänische Erste-Bank-Tochter BCR braucht offenbar mehr Geld: Die unbestätigte Summe liege bei rund 100 Mio. Euro, berichtete das "WirtschaftsBlatt" am Dienstag. Festgestellt worden sei dies nach dem vom Internationalen Währungsfonds (IWF) verordneten "Stresstest" für die rumänischen Banken. Die Kreditinstitute müssten ihr Eigenkapital nun auf mindestens zehn Prozent erhöhen, bisher waren nur acht Prozent gefordert.

Die BCR wollte die Summe nicht bestätigen: "Wir sind noch in Diskussionen mit der BNR (rumänische Nationalbank, Anm.) und kennen nicht einmal die Rechnung, die dem Ergebnis zugrunde liegt", wird ein BCR-Sprecher zitiert. Wenn die Kapitalerhöhung notwendig werde, sei dies aber kein Problem. "Die dafür notwendigen Mittel sind ohne Zweifel da." Die BCR habe nach rumänischen Standards eine Eigenkapitalquote von "um die zehn Prozent".

Der "Stresstest" der BNR wurde für das laufende Jahr und 2010 vorgenommen, weshalb die Institute die Erhöhung auch in zwei Schritten vornehmen könnten, so das "WirtschaftsBlatt". Bis 30. September soll die Summe für 2009 aufgestockt werden und bis 31. März 2010 die entsprechende Summe für 2010. (APA)