Washington - Trotz der jüngsten Atom- und Raketentests wollen die USA weiter den Dialog mit Nordkorea suchen. Allerdings müsse sich die Führung des Landes darüber im Klaren sein, dass sie ohne einen Kurswechsel die Konsequenzen ihres Tuns zu spüren bekommen werde, erklärte das US-Außenministerium am Dienstag.

Gleichwohl seien die USA zur Wiederaufnahme der Sechs-Parteien-Gespräche mit den beiden koreanischen Staaten, China, Japan und Russland bereit. "Die Tür bleibt offen", sagte Ministeriumssprecher Ian Kelly.

Nordkorea hatte am Montag einen zweiten Atomtest vorgenommen und war dafür international verurteilt worden. Außerdem schoss das kommunistisch regierte Land mehrere Kurzstreckenraketen ab.

Weitere UN-Resolution gefordert

Die USA wollen eine weitere UN-Resolution als Antwort auf den jüngsten Raketentest Nordkoreas. Es solle sich um eine "harte Antwort" handeln, sagte der stellvertretende Sprecher im Außenministerium, Ian Kelly, am Dienstag in Washington. Den erneuten Test einer Kurzstreckenrakete bezeichnete er als Provokation.

Einzelheiten einer möglichen neuen Resolution wollte Kelly nicht nennen. "Wir wollen eine Resolution, die eine harte Antwort des Sicherheitsrats auf diese Provokation Nordkoreas bedeutet."

Mit Blick auf den jüngsten Nukleartest des kommunistischen Staates und dem nur kurz darauf folgenden Raketentest meinte Kelly: "Unsere Geduld ist offenkundig nicht unendlich". (APA/Reuters)