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Billig verkauft sich gut in den Zeiten der Krise.

Foto: AP/Michael Probst

Hamburg - Die deutsche Diskonthandelskette Aldi will offenbar ihr Filialnetz außerhalb Deutschlands massiv ausbauen. Der Konzern plane in den kommenden Jahren Tausende neue Filialen in Europa, in den USA und in Australien, berichtete das "Manager Magazin" am Donnerstag im Voraus aus seiner neuen Ausgabe. Das deutsche Unternehmen wolle sich damit einerseits die weltweite Wirtschaftskrise zunutze machen, in der immer mehr Konsumenten an den Ausgaben für den täglichen Bedarf sparen wollen.

Andererseits reagiere Aldi auf den gesättigten deutschen Markt, der keine weitere Verdichtung des Filialnetzes zulasse, ohne bestehenden eigenen Standorten Umsatz wegzunehmen.

Schon Ende 2008 verfügte Aldi demnach international über mehr Filialen (4.745) als in Deutschland (4.267). Im vergangenen Jahr betrug der internationale Umsatz des aus den beiden voneinander unabhängigen Organisationen Aldi Nord und Aldi Süd bestehenden Konzerns rund 26 Mrd. Euro gegenüber 24 Mrd. Euro in Deutschland.

Aldi Süd mit den Expansionsländern USA, Australien und England, Schweiz, Österreich und Südosteuropa sei dabei erheblich erfolgreicher als Aldi Nord mit den Benelux-Ländern, Frankreich, Spanien, Portugal, Dänemark und Polen. (APA/AFP)