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Außenminister Ossur Skarphedinsson brachte am Donnerstag einen Gesetzesentwurf im Parlament ein, in dem die Abgeordneten aufgefordert werden, über die Aufnahme von EU-Beitrittsgesprächen abzustimmen.

Foto: REUTERS/Bensch

Reykjavik - Die neue isländische Regierung hat einen ersten Schritt hin zu einer EU-Mitgliedschaft unternommen. Außenminister Ossur Skarphedinsson brachte am Donnerstag einen Gesetzesentwurf im Parlament ein, in dem die Abgeordneten aufgefordert werden, über die Aufnahme von EU-Beitrittsgesprächen abzustimmen. Wenn die Gespräche mit Brüssel erfolgreich verlaufen würden, sollen die Bürger in einem Referendum über eine EU-Mitgliedschaft entscheiden.

Die neue Regierungschefin Johanna Sigurdardottir hatte angekündigt, dass sie die im Atlantik gelegene Inselrepublik mit ihren 320.000 Einwohnern in die EU führen wolle. Ihr aus Sozialdemokraten und Linksgrünen bestehendes Regierungsbündnis hatte die Parlamentswahl Ende April mit absoluter Mehrheit gewonnen. Nach Einschätzung von EU-Erweiterungskommissar Olli Rehn könnten die Beitrittsverhandlungen mit Island, das durch die Finanzkrise an den Rand der Pleite getrieben wurde, schnell vorankommen. (APA/AFP)