Salzburg - Zwei vollintegrierte Flüchtlingsfamilien aus dem Kosovo mit insgesamt fünf Kindern, denen nach einem negativen Asylbescheid im Februar die Abschiebung gedroht hatte, dürfen voraussichtlich in Mittersill im Salzburger Pinzgau bleiben. Die Bezirkshauptmannschaft Zell am See hat nun einen positiven Bescheidentwurf für ein Bleiberecht erstellt, eine Bestätigung des Innenministeriums ist noch ausständig.

Beide Familien erfüllten die Voraussetzungen nach dem Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz, wird der zuständige Gruppenleiter Helmut Fürst im ORF zitiert. Die Familien, von denen eine seit 1999 und die andere seit 2002 in dem 5000-Einwohner-Städtchen lebt, seien finanziell abgesichert und hätten eine ortsübliche Wohnung. Von Kindergärtnerinnen über Fußballtrainer und Arbeitgeber bis zum parteifreien Bürgermeister Wolfgang Viertler war die Integrationswilligkeit der Kosovaren allseits gelobt worden. (Markus Peherstorfer, DER STANDARD - Printausgabe, 29. Mai 2009)