New York - Ein Mangel an Vitamin D ist nach Ansicht eines US-Mediziners grundlegend an der Entstehung von Tumorerkrankungen beteiligt. "Das erste Ereignis bei Krebs ist der Verlust der Kommunikation zwischen Zellen, unter anderem durch geringe Werte von Vitamin D und Kalzium", sagt Cedric Garland von der Universität von Kalifornien in San Diego (USA). Diese schlechte Versorgung spiele eine Schlüsselrolle im Prozess, bei dem sich gesunde Zellen zu Tumorzellen entwickelten, schreibt der Forscher in der Zeitschrift "Annals of Epidemiology".

Der Forscher verweist darauf, dass inzwischen Hunderte epidemiologische Studien auf eine grundlegende Rolle von Vitamin D bei der Krebsentstehung hindeuten. Auf den Verlust der Zellverständigung folgen laut Garland Mutationen der Erbsubstanz. Eine ausgeglichene Vitamin-D-Versorgung könne viele dieser Prozesse verhindern, glaubt der Epidemiologe.

Empfehlung

Allerdings sei sein Modell wissenschaftlich nicht bewiesen, räumt er ein. Gleichwohl rät er dazu, sich ausreichend mit dem Stoff zu versorgen - etwa durch Aufenthalte in der Sonne, den Verzehr von Lebensmitteln wie etwa Fisch oder durch die Einnahme von Ergänzungspräparaten. Bei diesen empfiehlt er eine Menge von täglich 2.000 Internationalen Einheiten (IU) Vitamin D3. (APA/AP)