New York - Nach einer drei Tage währenden Anhörung will ein US-Richter nun bis Montag über den Verkauf fast aller Chrysler-Anteile an den italienischen Autokonzern Fiat entscheiden. Richter Arthur Gonzalez äußerte sich am Freitag nach dem Ende einer elfstündigen Sitzung. Schon in den beiden Tagen zuvor hatte er sich in Marathonsitzungen die verschiedenen Argumente angehört.

Nach Ansicht von Chrysler kann die Zerschlagung des Unternehmens nur durch einen Verkauf an Fiat und die Gründung einer neuen Firma verhindert werden. Gegen den Verkauf protestiert haben Pensionsfonds aus dem US-Staat Indiana, die weniger als ein Prozent der Anteile an Chrysler halten. Sie sind der Ansicht, dass sie mehr als die zwei Milliarden Dollar (1,42 Mrd Euro) bekommen sollten, die Chrysler ihnen für ihre 6,9 Milliarden Dollar Schulden geboten hat.

Wenn Gonzalez den Verkauf der Chrysler-Anteile an Fiat genehmigt, werden die Fonds wohl Berufung einlegen. (APA/AP)