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Mohamed Abdullahi Omar, Außenminister

Foto: Reuters/Ahmed

New York - Die Piraten vor der Küste Somalias sollten nicht zu Wasser, sondern zu Land bekämpft werden. Das schlug der Außenminister der somalischen Übergangsregierung am Freitag bei den Vereinten Nationen in New York vor. "Es wäre viel einfacher, kostengünstiger und weniger kompliziert, das Problem an Land anzugehen", sagte Mohamed Abdullahi Omar vor Journalisten.

Somalia habe die Informationen, wo sich die Piraten verschanzten, der Regierung fehle nur die entsprechenden Mittel. Im vergangenen Jahr seien den Seeräubern 50 Millionen Dollar (35,5 Mio Euro) Lösegeld gezahlt worden. Mit einem Drittel davon könne man den Kampf gegen die Piraten finanzieren.

"Die Piraten halten das ganze Land Somalia als Geisel", klagte Omar. Die Kosten für Grundnahrungsmittel und Medikamente seien um 20 bis 30 Prozent gestiegen, weil kein kommerzielles Schiff sich mehr in die Nähe traue. Auch die Hilfslieferungen der Vereinten Nationen müssten ja schließlich per Schiff geliefert werden. (APA/dpa)