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Philippe Gilberthat Freude am Champagner verspritzen.

AP Photo/Marco Trovati

Anagni - Denis Mentschow trennen nur noch 14,4 Kilometer von seinem ersten Giro-d'Italia-Gesamtsieg. Auch die 20. und vorletzte Etappe überstand der 31-jährige Russe vom niederländischen Rabobank-Team am Samstag im Rosa Trikot als Spitzenreiter. Den Tagessieg nach 203 Kilometern in Anagni sicherte sich der Belgier Philippe Gilbert. Mentschow nimmt das finale Einzelzeitfahren am Sonntag in Rom mit 20 Sekunden Vorsprung vor dem Italiener Danilo di Luca und 1:43 Minuten vor dessen Landsmann Franco Pellizotti in Angriff.

Thomas Rohregger kam als 31. mit sieben Sekunden Rückstand ins Ziel und ließ damit Lance Armstrong, der nur 64. wurde, um über eineinhalb Minuten hinter sich. In der Gesamtwertung hielt sich der Tiroler auf Rang 29.

Dem Gesamt-Spitzenreiter Mentschow liegt der Kampf gegen die Uhr. Mit einem Sieg im ersten Zeitfahren in Cinque Terre hatte sich Mentschow die Basis für seinen möglichen Gesamtsieg gelegt. Di Luca gilt als schwächerer Zeitfahrer. Jewgenij Bersin (1994) und Pawel Tonkow (1996) waren bisher die einzigen russischen Sieger in 100 Jahren Giro-Geschichte.

Der kampfstarke di Luca, der sich mit seiner Niederlage noch nicht abgefunden hat, versuchte sogar, in den Zwischensprints Sekunden auf Mentschow gut zu machen. Dabei schnitt er sich in Frosinone ins eigene Fleisch und verlor auf den mitsprintenden Russen sogar zwei Sekunden. Den Zwischensprint gewann Di Lucas Team-Kollege und zweifache Etappensieger Alessandro Petacchi vor Mentschow und Di Luca. Im Schlussspurt machten Gilbert und der Franzose Thomas Voeckler einen Strich durch Di Lucas Kalkulation, vielleicht doch noch Zeitgutschriften zu holen. (APA/dpa)