Wolfgang Ulrich sanierte die Bank Burgenland.

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Man kann beim Wohnbau in der Krise über Arbeitsmarkt und Stadtplanung sprechen. Aber an vielen der Tisch-Diskussionen beim Wohnsymposium standen die Bedürfnisse der Wohnungssuchenden im Vordergrund. So auch in der Runde, die mit dem Vorschlag "Nachhaltigkeit stärken" die meisten Punkte erhielt.

Tischsprecher Wolfgang Ulrich, der frühere Vorstandschef der Bank Burgenland, erläuterte dies im Standard-Gespräch: "An unserem Tisch saßen mehrere Damen, die aus jenem Bereich kamen, in dem für Menschen mit geringem Einkommen Wohnungen gesucht werden. Und für diese bedeutet Nachhaltigkeit vor allem, dass Wohnungen auch langfristig leistbar bleiben und die Kosten nicht plötzlich steigen. Aber auch die Nebenbedingungen, also die sozialen und ökologischen Faktoren, müssen nachhaltig sein."

Für den Ex-Banker waren falschen Finanzierungsmodelle in der Immobilienwirtschaft, die immer höhere Renditen durch kurzfristige Kredite erzielen wollten, eine zentrale Ursache für die Krise: "Die Hauptsünde war die sträfliche Vernachlässigung der Fristentransformationsgesetze." (ef, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 10.6.2009)