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Wien - Die Kurzarbeit in Österreich nimmt weiter zu. Mitte Juni waren bundesweit 56.860 Beschäftigte in 321 Betrieben bedingt durch den Auftragsschwund in Kurzarbeit. Anfang Juli beginnen neue Kurzarbeitsprojekte für 2.242 Leute in 18 Betrieben, bei 1.116 dieser Teilnehmer handelt es sich um eine Verlängerung der Kurzarbeit. Die Anzahl der Kurzarbeiter erhöht sich somit auf 57.986, wie aus Zahlen des Arbeitsmarktservice hervorgeht. Die Kosten der Kurzarbeit für 2009 (Ausgaben und Mittelreservierungen) liegen Mitte Juni bei knapp 250 Mio. Euro.

Die meisten Kurzarbeiter gab es Mitte Juni in Oberösterreich mit 17.839 Betroffenen, es folgen die Steiermark mit 15.088 und Niederösterreich mit 12.876 Beschäftigten. Die weitere Reihung: Tirol (3.193), Salzburg (3.036), Kärnten (2.979), Wien (830), Vorarlberg (822) und Burgenland (197).

Im Parlament wird heute das Arbeitsmarktpaket II eingebracht, das eine Verlängerung der maximalen Kurzarbeit wie in Deutschland von derzeit 18 auf 24 Monate bringen soll. Gleichzeitig übernimmt das Arbeitsmarktservice (AMS) ab dem 7. Kurzarbeitsmonat die Sozialversicherungsbeiträge, um die Unternehmen zu entlasten.

Die Arbeitslosigkeit in Österreich war im Mai um 29,7 Prozent auf 239.777 Jobsuchende gestiegen. Trauriger Spitzenreiter dieser negativen Entwicklung ist der Bezirk Waidhofen an der Ybbs (NÖ), wo die Anzahl der Arbeitslosen innerhalb eines Jahres um 120 Prozent auf 584 gestiegen ist. Ähnlich dramatisch ist die Entwicklung in Braunau (OÖ, +118 Prozent), Amstetten (NÖ, +88 Prozent), Steyr (OÖ, +83 Prozent) und Knittelfeld (Stmk, +80 Prozent).

Vom Wirtschaftsabschwung unbeeindruckt ist nur Waidhofen/Thaya (NÖ), wo 758 Menschen ohne Arbeit sind - um einer weniger als vor einem Jahr. Im Arbeitsmarktbezirk Horn (NÖ) ist die Arbeitslosigkeit im Jahresabstand um moderate 4,3 Prozent gestiegen, in Hollabrunn (NÖ) um 5,2 Prozent. (APA)