Wien - Bundeskanzler Werner Faymann hofft auf eine Wiederkandidatur von Bundespräsident Heinz Fischer. Er habe in den vergangenen Tagen mit vielen Menschen gesprochen, die sich eine Wiederkandidatur wünschen würden, sagte Faymann am Dienstag nach dem Ministerrat. "Ich gehöre auch zu diesen Menschen."

Zu Diskussion um eine Kandidatur des niederösterreichischen Landeshauptmannes Erwin Pröll, die von der "Kronenzeitung" ausgelöst worden war, zeigt sich der Bundeskanzler "verwundert" darüber, dass der Name Pröll ständig im Zusammenhang "mit andern Positionen und Namen" falle. "Ihr wisst, die Familie Pröll ist jetzt in einem Höhenrausch, hätten sie noch einen Verwandten würden sie auch den Nationalratspräsidenten haben wollen."

Für Platter Debatte zu früh

Die Diskussion um die möglichen Kandidaten für die Österreichische Bundespräsidentenwahl 2010 ist für den Tiroler Landeshauptmann Günther Platter noch keine Rede wert. "Die Debatte ist zu früh", sagte er am Dienstag nach der Regierungssitzung der APA. "Volle und ganze Anerkennung" genieße Präsident Heinz Fischer vonseiten der Tiroler SPÖ.

"Heinz Fischer ist ein guter Bundespräsident", bekundete Hannes Gschwentner. Er hoffe, dass er wieder als Kandidat antrete. Allerdings finde im Moment noch kein Wahlkampf statt, Fischer übe das Amt des Bundespräsidenten immerhin noch ein Jahr aus.

Sausgruber: ÖVP soll sich im Herbst entscheiden

Vorarlbergs Landeshauptmann Herbert Sausgruber sieht für die ÖVP keine Eile bei den zu treffenden Entscheidungen hinsichtlich der Bundespräsidentenwahl im nächsten Jahr. Seiner Meinung nach gehe es zunächst darum, diverse Fragen zu klären, anschließend könne im Herbst entschieden werden, ob die ÖVP 2010 mit einem eigenen Kandidaten antrete und falls ja, mit wem.

Einen weiteren Kommentar zu dieser Frage wollte Sausgruber am Dienstag im Pressefoyer nach der Regierungssitzung nicht abgeben. "Möglich ist vieles", stellte der Landeshauptmann lediglich fest. (APA)