Bild nicht mehr verfügbar.

Letzte Grüße an Michael Jackson.

EPA/JOHN G. MABANGLO

Los Angeles - Mit einer Ansprache von Smokey Robinson hat am Dienstag die offizielle Trauerfeier für Michael Jackson begonnen. Schon lange zuvor hatten sich die Ränge im Staples Center in Los Angeles gefüllt. Jacksons Familie und Trauergäste aus dem persönlichen Umfeld saßen in den ersten Reihen. Der mit roten Rosen bedeckte, goldene Sarg mit dem Pop-Star war zunächst nicht zu sehen. Im Bühnenhintergrund prangte ein Bild des "King of Pop" mit der Aufschrift "In Loving Memory".

In einem Grußwort würdigte Nelson Mandela den "King of Pop". "Er war ein enger Freund von uns (...) Michael war ein Gigant und eine Legende im Musikgeschäft", las Smokey Robinson im Staples Center Los Angeles aus einem Schreiben des ehemaligen südafrikanischen Präsidenten. "Meine Frau und ich trauern mit Millionen Menschen in der Welt."

Vor dem Staples Center drängten sich tausende Menschen, auf riesigen Leinwänden wurden Szenen aus dem Leben Jacksons gezeigt - Bilder von der Zeremonie selbst gab es nicht zu sehen. Jacksons Familie und rund 100 Trauergäste hatten zuvor bei einer privaten Zeremonie auf dem Friedhof Forest Lawn Abschied vom "King of Pop" genommen.

Weltweites Medienereignis

Die Abschiedsfeier wird von Fernsehsendern weltweit übertragen. Die Übertragung der Zeremonie könnte das größte Medienereignis aller Zeiten werden. Es wird mit bis zu 750 Millionen Zuschauern gerechnet. Auch im ORF ist das Ereignis zu sehen. Seit 18.05 Uhr widmet sich ORF 1 mit Dokumentationen, Interviews, Konzertaufnahmen und der Live-Übertragung dem Abschied von Jackson. Allein CNN ereicht nach Angaben des Senders 340 Millionen Haushalte weltweit.

Die Jackson-Familie hat Sendern in aller Welt eine kostenlose Live-Übertragung angeboten. Außerdem wird es zahlreiche Live-Streams im Internet geben. Allein in Amerika wollen fünf große landesweite Sender die Veranstaltung übertragen. Rund 80 Kinos laden zu einem Public Viewing ein.

17.500 Fans zugelassen

Für die öffentliche Zeremonie in der Arena, wo der Popstar bis zu seinem Tod noch für sein Comeback geprobt hatte, waren 11.000 kostenlose Eintrittskarten verlost worden, 6.500 weitere wurden für die Live-Übertragung im benachbarten Nokia Theatre ausgegeben.

Jacksons langjährige Vertraute Liz Taylor kommt eigenen Angaben zufolge nicht zu der Veranstaltung. "Ich bin gebeten worden, im Staples Center zu sprechen. Ich kann nicht Teil dieses öffentlichen Traras sein", schrieb sie im Kurzmitteilungsdienst Twitter. "Ich liebe ihn zu sehr."

Auch Jacksons Ex-Frau Debbie Rowe, die möglicherweise um das Sorgerecht für die beiden älteren Kinder kämpfen will, nimmt nicht teil. Ihre Anwesenheit drohe angesichts des Medieninteresses von dem eigentlichen Ereignis abzulenken, teilte ihr Anwalt laut tmz.com mit.

Weltweit gedachten Millionen Menschen des vor knapp zwei Wochen überraschend verstorbenen Popstars. In Japan, Hongkong, Malaysia und selbst in Birma gab es Veranstaltungen zu Ehren des 50-jährigen Künstlers. In Melbourne bereiteten sich die Bewunderer Michael Jacksons bei eisiger Kälte im australischen Winter vor, die Trauerfeier ab 03.00 Uhr Ortszeit zu verfolgen. In Paris rief der Jackson-Fanclub dazu auf, zu Beginn der Beisetzungszeremonie Kerzen anzuzünden. (APA/dpa/AP/AFP/Reuters/red)