Wien - Das Auswahlverfahren für die Laura Bassi (LB)-Centres of Expertise ist abgeschlossen. Acht von 18 eingereichten Projekten wurden ausgewählt, erklärte Staatssekretärin Christine Marek (V) in einer Aussendung am Dienstag. Die neuen, durchwegs von Frauen geleiteten Zentren sollen anwendungsorientierte Grundlagenforschung gemeinsam mit nationalen und internationalen Partnern aus der Industrie und Forschung betreiben. Eines der Ziele des Programms ist es, Karrierechancen von Frauen zu verbessern und diese im Forschungsbereich auch sichtbarer zu machen.

Zahl vergrößert

In der ersten Phase stehen für die Dauer von vier Jahren Bundesfördergelder in der Höhe von rund 8,4 Millionen Euro zur Verfügung. Insgesamt hatten sich 18 Projekte für das Impulsprogramm beworben. Ursprünglich waren nur sechs LB-Centres vorgesehen. "Aufgrund der außergewöhnlich hohen Qualität der Bewerbungen hat die Jury jedoch acht Projekte zur Förderung empfohlen" und das Wirtschaftsministerium das Budget aufgestockt, so Marek.

Ausgewählte Projekte

Gefördert werden folgende Forschungsprojekte: "BRIC - Entwicklung von Implantaten in Kinderknochen zur rascheren Heilung von Knochenbrüchen" (Leitung: Annelie-Martina Weinberg, Medizinische Universität Graz); "CVAST - Analyse komplexer visueller Systeme und Datenmengen im Hinblick auf Leistungsfähigkeit, Benutzerfreundlichkeit und Handhabung" (Leitung: Silvia Miksch, Donau Universität Krems); "COSS - Entwicklung eines neuen Verfahrens zur Herstellung von Proteinen" (Leitung Kristina Djinovic-Carugo, Universität Wien); "DiaLife - Entwicklung von Implantaten auf Basis von Biomaterialien mit Anwendung von Nano-Fertigungstechniken" (Leitung: Doris Steinmüller-Nethl, Technische Universität Graz); "Ocuvac - Entwicklung eines Impfstoffes gegen die Augenkrankheit Chlamydia trachomatis" (Leitung: Talin Barisani-Asenbauer, Medizinische Universität Wien); "PlantBioP - Entwicklung von Biopharmazeutika" (Leitung: Herta Steinkellner, Universität für Bodenkultur Wien); "QE LaB - Entwicklung von Konzepten und Werkzeugen für das Design und die Bedienung von service-orientierten IT-Systemen" (Leitung: Ruth Breu, Universität Innsbruck); "THERAPEP - Entwicklung neuer Behandlungsmethoden für Entzündungskrankheiten" (Leitung: Barbara Kofler, Paracelsus Medizinische Privatuniversität, Salzburg).

Förderdauer maximal sieben Jahre

Den neuen Zentren steht in den ersten Jahren Begleitung bei Organisation, Management und Karriereentwicklung zur Verfügung. Nach Ablauf der ersten Förderungsperiode wird eine Zwischenevaluierung durchgeführt. Danach kann eine Förderung für weitere drei Jahre gewährt werden. Die Förderlaufzeit ist auf insgesamt sieben Jahre angelegt. Die maximale Förderhöhe durch den Bund beträgt 320.000 Euro pro Jahr und Zentrum, das sind maximal 60 Prozent des Forschungsbudgets, der Rest wird durch die Wirtschaftspartner aufgebracht. (APA)