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Harry Patch wollte kein großes Aufsehen - dennoch versammelten sich tausende Trauernder in seiner Heimatstadt.

Foto: Matt Cardy/Getty Images

Wells - Tausende Menschen haben am Donnerstag Abschied von dem knapp zwei Wochen zuvor verstorbenen britischen Veteranen des Ersten Weltkriegs, Harry Patch, genommen. Er galt als letzter Soldat, der tatsächlich in den Gräben des ersten Weltkriegs gekämpft hatte. Als Maschinengewehrschütze nahm er 1917 an der großen Flandernschlacht teil, in der vermutlich rund eine halbe Million Soldaten ums Leben kam. Der Krieg endete für ihn nach vier Monaten, als er durch ein deutsches Geschoss verletzt wurde.

Der frühere Installateur war am 25. Juli im Alter von 111 Jahren in seinem Seniorenheim gestorben. Obwohl Patch keine nationale Trauerfeier wollte, versammelten sich die Trauernden in den Straßen der südwestenglischen Stadt Wells und begleiteten seinen Sarg bis zur Kathedrale, wo der Trauergottesdienst stattfinden sollte.

Weltweit leben nun nur noch zwei Veteranen des ersten Weltkriegs, der in Australien wohnende 108-jährige britische Marinesoldat Claude Choules sowie der ebenfalls 108-jährige Frank Buckles aus den USA. (APA/red)