Rom - Die erste Final-Session der Langbahn-Bewerbe am Sonntag der 13. Schwimm-Weltmeisterschaften in Rom geht ohne österreichische Beteiligung in Szene. Vier neue österreichische Rekorde reichten den Athleten nicht fürs Weiterkommen.

David Brandl stellte die erste Bestmarke auf. Der 22-jährige Oberösterreicher verbesserte in den Vorläufen über 400 m Kraul in 3:47,61 Minuten die Zeit von Dominik Koll um 54/100. Brandl belegte damit Rang 19, auf das Finale der besten Acht fehlten ihm jedoch knapp zwei Sekunden.

Koll blieb in 3:52,57 Minuten als 29. weit hinter seinen Erwartungen zurück. Gleiches gilt für Birgit Koschischek über 100 m Delfin, die 22-jährige Wienerin verfehlte als 35. in 59,93 Sekunden ihre Bestleistung um 86/100 und den Aufstieg ins Semifinale um 1,58 Sekunden. Der Deutsche Paul Biedermann verbesserte als Schnellster über die 400 m  in 3:43,01 den fast neun Jahre alten Europarekord des Italieners Massimiliano Rosolino um 39/100.

Jördis Steinegger verbesserte über 400 m Kraul ihren bei Olympia in Peking fixierten österreichischen Rekord in 4:09,30 Minuten um 42/100, als Gesamt-Elfte gelang ihr der bisher größte Erfolg bei Weltmeisterschaften und die beste OSV-Platzierung am ersten Bewerbstag. Den Einzug ins Finale verfehlte die 26-Jährige um 3,6 Sekunden. "Ich hätte mir eine 4:07 erwartet, und auch 4:05 wäre nicht unmöglich gewesen", sagte die 26-Jährige.  "Ich wollte mich etwas an der Amerikanerin neben mir orientieren, hätte aber nicht gedacht, dass sie so langsam schwimmt."

Martin Spitzer gelang im Delfin-Sprint in 23,69 Sekunden ebenfalls eine neue OSV-Bestleistung, die bisherige Topmarke hatte er vor drei Wochen bei der Universiade in Belgrad mit 23,98 aufgestellt. Das Semifinale der Top 16 verpasste der 24-Jährige um 21/100. Er war damit am knappsten am Weiterkommen dran. "Das war das Minimalziel", kommentierte der 24-jährige Grazer den Sieg in seinem Lauf. "Ich wollte eine Zeit von 23,5, doch auch damit kann ich ganz zufrieden sein." Dinko Jukic war mit seinen 24,13 Sekunden zufrieden, der 20-Jährige wurde damit 46. Seine Paradestrecken kommen erst. Der Kurzbahn-Europameister über 400 m Lagen war mit einem Jaked-Anzug angetreten, bei seinen übrigen WM-Einsätzen in Rom will er nur mit einer Schwimmhose bekleidet an den Startblock gehen.

Zum Abschluss der Vorläufe am Sonntagverbesserte Hunor Mate seinen Rekord über 100 m Brust in 1:00,78 Minuten um 15/100, für das Semifinale fehlten ihm als 27. jedoch 73/100. Maxim Podoprigora stellte im gleichen Lauf gleich zwei persönliche Bestleistungen auf. Über 50 m bei der Wende in 28,74 Sekunden und mit seiner Endzeit von 1:01,59 Minuten. Das reichte für Platz 43.

Für einen weiteren Europarekord sorgte die Ungarin Katinka Hosszu in 2:09,12 Minuten über 200 Meter Lagen.