Wien - Lieber den Job rechtzeitig an den Nagel hängen, als auf die alten Tage stempeln zu gehen: Das denken sich angesichts steigender Arbeitslosenzahlen viele Arbeitnehmer. Möglich macht's die "Hacklerregelung" , die Menschen mit langen Versicherungszeiten die Frühpension erlaubt. Heuer stellten bereits 15.000 Werktätige entsprechende Anträge, berichtete Winfried Pinggera, Direktor der Pensionsversicherungsanstalt, via Ö1 - das sind annähernd so viele wie im gesamten Vorjahr. Gleichzeitig gehen aber auch mehr Menschen, die nicht als "Hackler" gelten, in Frühpension, obwohl sie dabei finanzielle Einbußen hinnehmen.

Viel Geld, nämlich zumindest 810 Millionen Euro, kostet vor allem aber die Hacklerregelung, ehe sie ab 2013 auslaufen soll. Krisenbedingte Kehrseite: Blieben die Frühpensionisten im Job, wäre die Arbeitslosigkeit wohl noch höher. Und die kommt dem Staat auch nicht gerade billig. (red/DER STANDARD-Printausgabe, 17.8.2009)