Wie Heise berichtet, muß Intel neue, krasse Fehler beim Pentium III eingestehen. Im neuesten Fehlerbericht vom 8. Dezember 99 spezifiziert Intel nicht nur den vergleichsweise belanglosen Fehler beim Selbsttest des Coppermine-Prozessors beim Hochstarten (Fehler E50), der zu Verzögerungen bei der Auslieferung von Coppermine-Systeme geführt hat. Daneben gibt weitere, wesentlich problematischere Bugs in allen Pentium-III-Prozessoren, die entweder den Rechner abstürzen lassen oder schlimmer noch, die zu falschen Rechenergebnissen führen. So ist es möglich, dass nach bestimmten SSE-Multiplikationen darauf folgende Gleitkommaberechnungen mit einem falschen Vorzeichen weiterarbeiten (Fehler E56). Fehler traten bis jetzt nur Selten auf, da ... Da es noch vergleichsweise wenig Software gibt, die mit der SSE, gemischt mit Gleitkomma, arbeitet, dürfte der Fehler bislang nur selten zu Tage treten. Dennoch wird er von vielen Medien bereits auf die gleiche Ebene gehoben, wie der berühmte FDIV-Bug aus dem Jahre 1994. Im Unterschied zum FDIV-Bug kann man ihn aber laut Intel mit einem BIOS-Patch beheben, sodass eine teure Umtauschaktion entfallen kann. Nach Vergleich mit Toshiba sind jedoch teure Schadenersatzforderungen wegen potenzieller falscher Daten nicht auszuschließen. Vielleicht wurde ja auch der Landevorgang der Mars-Sonde Polar-Lander von einem Pentium-III gesteuert. (heise)