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Mathias Guenther (Bregenz) im Zweikampf mit Thomas Spoerk (Tulln/r.)

Foto: APA/Pfarrhofer

Wien - Die Ergebnisse der am Samstag ausgetragenen ersten Runde in der Handball-Liga Austria (HLA) versprechen eine überaus spannende Saison. Meister Bregenz gab gleich zum Auftakt bei Tulln mit 28:28 einen Punkt ab, "Vize" Hard verlor sogar daheim gegen Linz 29:30. Cupsieger Fivers mühte sich in eigener Halle zu einem 28:27 gegen Schwaz, Außenseiter Leoben hielt sich beim 33:35 gegen Krems recht gut. Erster Leader ist jedoch überraschend West Wien.

Der HLA-Heimkehrer kam bei HIT Innsbruck, Meisterschafts-Dritter 2008/09, zu einem 28:24-Erfolg - und das nicht unverdient. Die Tiroler hatten die Partie zwar lange Zeit scheinbar recht sicher in Griff, gaben diese aber Mitte der zweiten Hälfte aus der Hand. West Wien überraschte in dieser Phase, nutzte gegen die nervösen Gastgeber seine Chancen konsequent. Schon am Donnerstag hatte Innsbrucks Peter Marek im Training einen Kreuzbandriss erlitten, er fällt ein halbes Jahr aus.

Die Tullner waren wegen Renovierung ihrer Heimstätte in die Sporthalle Alte Au in Stockerau ausgewichen. Die Führung wechselte in der zweiten Hälfte ständig, die Gäste wiesen noch spielerische Defizite auf. Tulln war von der eigenen Leistung überrascht, war die Vorbereitung der neu formierten, jungen Truppe doch nicht so gut verlaufen. "Wir werden noch einigen Mannschaften Probleme machen", meinte Tulln-Präsident Helmut Haas.

Hard agierte gegen Linz leichtfertig und verabsäumte es in einem eng verlaufenden Spiel, sich entscheidend abzusetzen. Die kämpferische Partie war durch viele Zeitstrafen geprägt. Hard-Manager Hansjörg Füssinger: "Man hat gesehen, dass wir noch Abstimmungsprobleme haben, denn wir müssen fünf neue Spieler integrieren." Die Leobener waren trotz guter Leistung in der Defensive doch zu schwach, wodurch die Kremser zum Sieg kamen und nun Tabellenzweite sind.

Titelkandidat Fivers durfte für den Anfang einmal mit einem doppelten Punktgewinn zufrieden sein, aber an spielerischem Glanz fehlte es noch. Bis zur letzten Spielminute stand der volle Erfolg infrage, obwohl der Vorsprung der Gastgeber schon vier Tore betragen hatte. "Der Fivers-Motor stottert noch etwas", sagte Club-Manager Thomas Menzl zu Beginn der Heim-EM-Saison. "So gesehen muss man mit dem Sieg zufrieden sein. Es gibt aber noch Einiges zu verbessern." (APA)