Paris - Was definiert die Zugehörigkeit zu einer ethnischen Gruppe? Liegt es an den Genen oder doch an sozialen Gemeinsamkeiten? Ein Forscherteam unter der Leitung von Evelyne Heyer vom Musée de l'Homme in Paris hat diese Frage eindeutig beantwortet - zumindest für zentralasiatische Völker, die entweder den Turksprachen oder der indoiranischen Sprachgruppe angehören.

Wie die Forscher im frei zugänglichen Online-Fachblatt "BMC Genetics" berichten, sind die genetischen Variationen innerhalb der Gruppen größer als zwischen ihnen. Sprich: Es sind gesellschaftliche Faktoren, die Ethnien ausmachen und nicht das "gemeinsame Blut". (tasch/DER STANDARD, Printausgabe, 1. 9. 2009)