Wien - Die Causa rund um den in Österreich untergetauchten kasachischen Ex-Botschafter Rakhat Alijew (Aliyev) kommt nicht zur Ruhe: Am Dienstag haben sich die Anwälte Wolfgang Moringer und Richard Soyer, die Kasachstan im Auslieferungsverfahren gegen Alijew vertreten, in einer Aussendung zu Wort gemeldet. Der ehemalige Botschafter werde verdächtigt, in Kasachstan "schwerste Verbrechen" begangen zu haben, was gerichtlich zu klären sei. Für seine Todesangst bleibe Alijew "jeden Beleg schuldig", er wolle lediglich die öffentliche Meinung beeinflussen.

Es liege der "dringende Tatverdacht" vor, dass Alijew in seiner Heimat, wo er in Ungnade gefallen war, "schwerste Verbrechen und Finanzstraftaten" begangen habe, so die Anwälte. Dies müsse gerichtlich geklärt werden. Für Alijews Behauptung, dass ihm in Kasachstan der Tod drohe, "liegen uns keinerlei Informationen vor" und Alijew "bleibt dafür auch jeden Beleg schuldig", dies gelte auch für die angeblichen Überfälle auf den Ex-Botschafter.

Alijews "ständige Angriffe" auf die Republik Kasachstan und deren Organe würden erfolgen, "um die öffentliche Meinung in Österreich in seinem Sinne zu beeinflussen", meinen die Anwälte. Er wolle damit offensichtlich der "strafprozessualen Aufarbeitung seines Verhaltens durch österreichische Gerichte entgehen".  (APA)