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Nach dem Sommer bleibt wohl auch im Herbst keine Zeit für eine Verschnaufpause.

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Der österreichische Sommer ist gelaufen, möge der Herbst auch lustig werden. Bloß ein paar Erinnerungsbilder aus dem Ferienalbum: Skylink, der Flughafenzubau, dessen Kosten keiner bemerkt hat, auch nicht die Aktionäre Wien (rot) und Niederösterreich (schwarz). Deren Chefs sind aber auch wirklich mit Höherem beschäftigt. Einer hat bald Landtagswahlen, der andere will Bundespräsident werden, so die Karriere seines Verwandten (Vizekanzler Josef P.: "Ich war der Neffe der Republik" ) nicht dagegenspricht.

Gut auch der von der Politik ebenso mitverursachte wie bejubelte teure Notverkauf der AUA, oder die von der Innenministerin angefachte Debatte um die politische Kontrolle für Staatsanwälte. Sie regte SPÖ-Klubchef Josef Cap zu einer revolutionären Überlegung an: "Parlamentarische Kontrolle muss nicht Einflussnahme sein." Theoretisch halt.

Was jüngst dazukam: Eine Ministerin, die das mit dem Spurenhinterlassen wörtlich nimmt. Eine andere, die es emotionalisiert und empört, dass die Opposition - Überraschung - ihre Banker-Vergangenheit thematisiert. Eigentlich gar nicht so schlecht, die Vorboten des Herbsts. (DER STANDARD, Printausgabe, 9.9.2009)