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Kate Allen hatte "eine wunderbare und wohl auch recht außergewöhnliche Karriere."

AP Photo/Kerstin Joensson

Gold Coast -  Kate Allen hat zum Abschluss ihrer großen Karriere in Gold Coast den 37. Platz belegt. Der etwas enttäuschende Auftritt beim Grand Final der World-Championship-Series war für die 39-Jährige aber nebensächlich. "Ich habe alles probiert, aber die Luft war bald draußen", gestand Allen nach ihrem letzten Rennen. Den WM-Sieg sicherte sich die Australierin Emma Moffatt.

Die Olympiasiegerin von 2004 ließ die Chance auf eine bessere Platzierung bereits im Wasser liegen, auch danach kam sie nicht wirklich auf Touren. "Ich hatte eine wunderbare und wohl auch recht außergewöhnliche Karriere, die ich als 26-jährige Hobbysportlerin begann und jetzt, 13 Jahre später, als Olympiasiegerin beende", zog Allen ein positives Karriere-Resümee. Sie habe beide Bühnen, sowohl die Kurzdistanz als auch den Ironman, sehr genossen. "Emotional waren die Olympischen Spiele mein absoluter Höhepunkt", fügte Allen hinzu.

In den kommenden Tagen wird sich Allen ihrer Familie widmen, danach folgt ein Kurzurlaub in den USA, ehe es Mitte Oktober wieder zurück nach Österreich geht. "Ich möchte dem Triathlonsport etwas zurückgeben", betonte Österreichs Sportlerin des Jahres 2004. Auf welche Art und Weise ließ sie allerdings offen. "In den vergangenen 13 Jahren habe ich dem Leistungssport alles untergeordnet, jeder einzelne Tag war geplant und durchorganisiert, jetzt steht zunächst einmal mein Privatleben im Vordergrund."

Über den Tages- sowie Gesamtsieg durfte Moffatt, die heuer schon in Washington, Kitzbühel und Hamburg gewonnen hatte, jubeln. Die 25-Jährige setzte sich nach 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen nach 1:59:14 Stunden im Sprint vor ihrer schwedischen Rivalin Lisa Norden (+5 Sekunden) durch. Dritte wurde die Britin Helen Jenkins (22).

In der Gesamtwertung triumphierte Moffatt mit 4.340 Punkten vor Norden (4.130) und der Neuseeländerin Andrea Hewitt (3.462). Allen wurde 38. (809). "Es war eine unglaubliche Leistung, von der ich nicht geglaubt hätte, dass ich sie bringen kann", sagte eine freudenstrahlende Moffat, die mit einem getapten Fuß angetreten war. "Wenn du eine Verletzung hast, musst du an deine mentale Stärke glauben", fügte die Bronzemedaillen-Gewinnerin von Peking hinzu. (APA)

Ergebnisse "Grand Final - World Championship Series" in Gold Coast:

Frauen (1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren, 10 km Laufen): 1. Emma Moffatt (AUS) 1:59:14 Stunden - 2. Lisa Norden (SWE) 1:59:19 - 3. Helen Jenkins (GBR) 1:59:41 - 4. Sarah Haskins (USA) 1:59:52 - 5. Annabel Luxford (AUS) 2:00:07 - 6. Daniela Ryf (SUI) 2:00:21. Weiter: 37. Kate Allen (AUT) 2:11:18

WM-Endstand nach 8 Rennen: 1. Moffatt 4.340 Punkte - 2. Norden 4.130 - 3. Andrea Hewitt (NZE) 3.462 - 4. Ryf 3.187 - 5. Jenkins 3.173 - 6. Haskins 3.139 - 7. Juri Ide (JPN) 2.477 - 8. Megali di Marco-Messmer (SUI) 2.422. Weiter: 38. Allen 809

Herren: 1. Alistair Brownlee (GBR) 1:44:51 Stunden - 2. Javier Gomez (ESP) 1:44:57 (+0:06 Minuten) - 3. Jan Frodeno (GER) 1:45:21 (0:30) - 4. Maik Petzold (GER) 1:45:25 (0:34) - 5. Courtney Atkinson (AUS) 1:45:27 (0:36) - 6. Dmitri Poljanski (RUS) 1:45:29 (0:38); keine Österreicher angetreten

WM-Endstand nach 8. Rennen: 1. Brownlee 4.400 Punkte - 2. Gomez 3.959 - 3. Petzold 3.442 - 4. Frodeno 3.162 - 5. Steffen Justus (GER) 3.139 - 6. Laurent Vidal (FRA) 3.048; 7. Atkinson 2.980 - 8. Kris Gemmell (NZL) 2.903