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Außenminister Spindelegger, sein tschechischer Amtskollege Kohout und Landeshauptmann Pröll bei einem Treffen in Laa an der Thaya: Ersterer will nun das Ressort für den EU-Kommissar erfahren, Molterer sei ein guter Kandidat.

Foto: APA/Hopi-Media/Holzner

Laa an der Thaya - Außenminister Michael Spindelegger (ÖVP) drängt auf eine rasche Klärung bezüglich der Ressort-Zuständigkeit Österreichs in der neuen EU-Kommission. "Jetzt ist die Zeit gekommen, auch mit dem Kommissionspräsidenten - und ich gehe davon aus, es wird Jose Manuel Barroso sein - die Frage zu erörtern, welches Dossier Österreich bekommt", sagte der Minister am Mittwoch am Rande eines Treffens mit seinem tschechischem Amtskollegen Jan Kohut und Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) in Laa an der Thaya.

Spindelegger kündigte an, er werde diesbezüglich auch am Donnerstag mit Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) zusammentreffen. "Es ist wichtig, dass Österreich ein wichtiges Dossier bekommt, weil wir auch schon gezeigt haben, dass wir hervorragende Leute haben", sagte der ÖVP-Politiker unter Hinweis auf die bisherigen österreichischen Kommissare Franz Fischler (Landwirtschaft) und Benita Ferrero-Waldner (Außenpolitik), beides ÖVP-Politiker.

Erst wenn man die Dossierfrage geklärt hat, werde man auch die Kommissarfrage angehen: "Es wird darauf ankommen, welches Dossier es ist, aber wir haben für alle Bereiche, die wir angesprochen haben, sehr gute Kandidaten, und daher bin ich sehr zuversichtlich, dass uns da etwas sehr Gutes gelingen wird."

Namen wollte Spindelegger keine nennen. Der frühere Vizekanzler Wilhelm Molterer (ÖVP) wäre dabei aber zweifellos "einer der guten Kandidaten, die Österreich hat", sagte Spindelegger auf Nachfrage von Journalisten. (APA)