Buenos Aires - Argentiniens Nationalteam-Manager Carlos Bilardo hat am Freitag für den in die Kritik geratenen Teamchef Diego Maradona Partei ergriffen. Die "Albiceleste" war am Mittwoch in der Südamerika-Qualifikation für die WM in Südafrika durch eine 0:1-Niederlage in Asuncion gegen Paraguay auf Rang fünf zurückgefallen. Das würde für eine direkte Qaulifikation für die Endrunde in Südafrika nicht reichen. Bilardo will aber nichts von einer Ablöse des Fußball-Heiligen nichts wissen.

"Wenn Jesus Christus oder die Heilige Jungfrau Maria für ihn kommen, würde ich das akzeptieren, in allen anderen Fällen nicht", meinte Bilardo, der als Trainer Argentinien 1986 zum bisher letzen Mal zum WM-Titel geführt hatte.  Demnach soll Maradona zumindest bis zum Ende der Qualifikation auf der argentinischen Trainerbank verbleiben. Zwei Spieltage sind ausständig, die Argentinier empfangen am 10. Oktober Tabellen-Schlusslicht Peru und gastieren vier Tage beim derzeit sechstplatzierten Uruguay in Montevideo. Dort könnte ein heißes Endspiel anstehen, um zumindestens den Playoff-Platz gegen ein CONCACAF-Team zu sichern. Argentinien fehlte zuletzt 1970 bei einer WM-Endrunde. (APA/red)