São Paulo - McDonald's muss einem ehemaligen Angestellten in Brasilien 800 Dollar (rund 550 Euro) Entschädigung zahlen, weil seine Kantinen-Mahlzeiten nur aus Pommes frites und Burgern aus eigener Produktion stammten. Ein Gericht in der südbrasilianischen Stadt Riberão Preto folgte dem Argument des ehemaligen Arbeiters Rafael Luiz, wonach ihm der US-Fastfood-Gigant während seiner zweijährigen Mitarbeit Ausweich-Tickets für eine andere Ernährung hätte geben müssen, wie die Zeitung "Folha de São Paulo" am Samstag berichtete.

Laut dem Bericht wendete sich das Blatt in dem Berufungsprozess, als der Anwalt des 22-Jährigen den Dokumentarfilm "Supersize Me" über die verheerenden Folgen einer einseitigen Ernährung mit Fast Food zeigte. McDonald's erwägt derzeit, gegen das Urteil in Berufung zu gehen. Der Konzern erklärte, mit dem in seiner Kantine verkauften Essen halte er sich strikt an das brasilianische Gesetz. (APA)