Bild nicht mehr verfügbar.

Mick McCarthy war mit Maierhofer zufrieden.

EPA/STEVE WOODS

London - Nach einem Treffer beim Debüt für seinen Club Wolverhampton hat es für Neo-England-Legionär Stefan Maierhofer Lob gegeben. "Wolves"-Trainer Mick McCarthy war nach der 1:3-Niederlage in Blackburn zwar mit der Leistung des Premier-League-Aufsteigers alles andere als glücklich, zeigte sich aber zumindest mit seinem neuen Schützling zufrieden. "Stefan kam aufs Feld und hat ihnen mit seinem körperlichen Spiel Probleme bereitet", erklärte der 50-Jährige. "Wenn man bedenkt, dass er gestern erst eine knappe Stunde mit uns trainiert hat, hat er sich sehr gut geschlagen."

Maierhofer war einen Tag nach seiner Ankunft in England zur Pause eingewechselt worden. Nachdem die Rovers ihren Heimsieg durch Diouf (19.), Roberts (57.) und Dunn (64.) bereits unter Dach und Fach gebracht hatten, sorgte der Niederösterreicher zumindest für den Ehrentreffer. In der 88. Minute traf der Ex-Rapidler nach einem Corner aus kurzer Distanz im Fallen genau unter die Latte.

"Es gibt eine Menge Stürmer, die in der Premier League spielen und niemals ein Tor erzielen. Und er hat nun eines nach 45 Minuten", meinte McCarthy. "Er wird an seinen Toren gemessen werden. Aber er hat hart gearbeitet, alle Dinge getan, die ich von ihm als Stürmer erwarte, und auch ein Tor erzielt." Will Wolverhampton den Klassenerhalt schaffen, werden jedoch noch einige mehr notwendig sein. Nach einem Sieg in bisher fünf Spielen sind die Wanderers bereits im unteren Tabellenfeld angelangt.

An der Spitze ist Chelsea hingegen derzeit nicht zu stoppen. Dank des Treffers von Florent Malouda in der vierten Minute der Nachspielzeit feierte der bisher makellose Tabellenführer am Samstag ein 2:1 bei Stoke City und damit den fünften Sieg im fünften Spiel. "Das war sehr wichtig. Mit dem Start der Champions League gehen wir in eine bedeutende Phase", sagte ein zufriedener "Blues"-Coach Carlo Ancelotti nach dem Last-Minute-Erfolg.

Für einen handfesten Skandal sorgte indes Emmanuel Adebayor von Manchester City. "MADebayor" - "verrückter Adebayor" - titelte das Boulevardblatt "News of the World", nachdem der City-Stürmer, der bis Sommer bei Arsenal unter Vertrag gestanden war, seinem ehemaligen Teamkollegen Robin van Persie bei einem Revanchefoul ungeahndet einen Tritt gegen den Kopf versetzt hatte. Nach seinem Tor zum 3:1 lief der Angreifer aus Togo dann quer über den Platz, um vor der Arsenal-Kurve ausgiebig zu jubeln. Damit löste Adebayor fast eine Massenschlägerei aus.

"Ich bin traurig und enttäuscht über Adebayors hirnlosen und bösartigen Tritt. Er wollte mich verletzen", sagte Van Persie nach dem hitzigen Match. "Er weiß, dass es falsch war und hat sich entschuldigt. Er ist ein emotionaler Bursche, und es war ein emotionaler Moment für ihn", stellte sich City-Coach Mark Hughes vor seinen Angreifer. Dieser gab sich zumindest nach der Partei einsichtig: "Es tut mir leid, aber manchmal nehmen die Emotionen eben überhand. Leute, die mich kennen, wissen, dass ich mich benehmen kann."

Vor dem Derby gegen Meister Manchester United am kommenden Sonntag drohen Adebayor trotzdem Sanktionen durch den englischen Fußballverband FA. Dieser hat am Sonntag angekündigt, "einen genauen Blick" auf die zwei Vorfälle zu werfen.

Fast in den Hintergrund rückte da schon das Liga-Comeback von Arsenals Tomas Rosicky. Der eingewechselte Tscheche lieferte nicht nur die Vorarbeit zum zwischenzeitlichen Ausgleich durch Van Persie (62.), sondern traf kurz vor Schluss auch zum Endstand (88.). Da hatten Craig Bellamy (74.), Adebayor (80.) und Shaun Wright-Phillips (84.) Citys vierten Sieg in Folge aber längst sichergestellt. (APA/dpa)