Wien - Das Schreiben von BZÖ-Mediensprecher Stefan Petzner war das letzte in einer Rundfrage der APA zur ORF-Zukunft, der sich Donnerstag eine Enquete des Nationalrats widmet. Radikal wie sonst keiner gab sich der Orange: ORF verkleinern, ganz oder teilweise privatisieren und, kommt immer gut, Gebühren abschaffen.

FPÖ-Mann Harald Vilimsky will die "Zwangsgebühren" auch streichen; aber Gebühren sollen privaten wie öffentlich-rechtlichen Infosendungen zugutekommen.

Dieter Brosz (Grüne) ist gegen ein Werbeverbot für den ORF wie schon in Frankreich für Gebührensender, in Spanien, bald Kroatien, in Großbritannien längst. VP-Klubchef Karlheinz Kopf will den ORF mittel- bis langfristig werbefrei; SP-Pendant Josef Cap lehnt das ab. Finanzstaatssekretär Reinhold Lopatka (VP) will ORF-Werbung beschränken.

Kopf erinnert an Aussagen von Exgeneral Gerhard Zeiler, heute RTL: 1500 Mitarbeiter reichten einem neugegründeten ORF. Derzeit sind es mehr als 4000. Mehr Geld für den ORF sieht der Kopf nicht.

Mittwoch verhandelt Medienstaatssekretär Josef Ostermayer (SP) mit EU-Wettbewerbsexperten, welche Onlineaktivitäten dem ORF verboten werden. (fid, APA/DER STANDARD; Printausgabe, 14.9.2009)