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Der Ubuntu Software Store

Grafik: Archiv

In einem aktuellen Artikel widmet sich das Tech-Blog Lifehacker der Linux-Distribution Ubuntu, dabei listet man fünf konkrete Verbesserungen, die man gerne in der Distribution sehen würde. So wünscht man sich etwa einen zentralen App Store, der die Installation von zusätzlicher Software weiter vereinfacht, und in dem unterschiedlichste Quellen zusammengeführt werden.

Zentrale

Schließlich würden viele Neuankömmlinge in der Linux-Welt damit kämpfen, die Äquivalente für ihre bisher benutzten Programm aus der Windows oder Mac-Welt aufzuspüren, ein zentrales System - als Maßstab erwähnt man den iPhone App Store - wäre hier ein entscheidender Vorteil. Das Einrichten von externen Repositories sei zwar für Geeks praktikabel, für die breite Masse aber äußerst abschreckend.

Interface

Ebenfalls auf der Wunsch-Liste steht, den Betrieb eines parallel installierten Windows-Systems - ob über Virtualisierung oder Dual-Boot - zu vereinfachen. Auch würde man allgemein gern mehr Wert auf den Look und frische Interface-Ansätze gelegt sehen, Systeme wie Mac OS X oder auch das WebOS des Palm Pre verdeutlichen die Relevanz entsprechender Verbesserungen. Abgerundet wird die Liste mit der Forderung nach einem einfachen, Cloud-basierten Backup-System und einer brauchbaren Videoschnittsoftware.

Antwort

Besonders macht die Liste von Lifehacker aber vor allem auch, dass es umgehend eine Reaktion von Ubuntu-Seite darauf gab: So erläutert Community-Manager Jono Bacon, dass man derzeit bereits aktiv an einigen der bemäkelten Bereiche arbeite. So soll etwa das Cloud-Backup durch die Nutzung von Ubuntu One bereits in der nächsten Release integriert sein - wenn auch erst in einer frühen Version. Auch der Ubuntu Software Store soll hier ein experimentelles Debüt geben.

Interface

In Interfacefragen legt man den Fokus derzeit vor allem auf die Verkürzung der Boot-Zeit und auf einen hübscheren Splash-Screen. Mit dem Projekt Ayatana arbeitet man aber auch an der Optimierung der User Experience - etwas das sich zum Beispiel in den "One Hundred Paper Cuts" äußert.

Hinweis

Weniger gut sieht es hingegen bei den anderen Punkte aus, der Verweis auf die Videoschnittanwendungen kdenlive und Pitivi wird wohl die wenigsten BenutzerInnen zufrieden stellen. Auch an der besseren Integration von Virtualisierung arbeitet man derzeit nicht. (apo, derStandard.at, 14.09.09)