Rom - Sturzregen und Gewitter haben am Montag in ganz Italien zu Überschwemmungen und Verkehrsbehinderungen geführt. Besonders betroffen war die kampanische Metropole Neapel, berichteten italienische Medien. So hatten etwa rund 100 Grundschüler einen reichlich nassen Schulanfang. Wegen der überaus starken Regenfälle musste ihre teilweise überschwemmte Grundschule evakuiert werden. Freiwillige des Zivilschutzes hätten die Schüler jedoch ohne weitere Probleme ins Trockene gebracht, hieß es.

Zeitweise sei außerdem die U-Bahn der Stadt im Schatten des Vesuv außer Betrieb gewesen. Auf der nahe gelegenen Insel Capri hingegen setzten die plötzlichen Regenfälle zahlreiche Boutiquen unter Wasser.

Flugverkehr behindert

Weiter nördlich, im toskanischen Pisa, führten die Niederschläge zu erheblichen Behinderungen des Flugverkehrs. Zehn Flüge seien umgeleitet worden und mindestens sieben geplante Abflüge mussten kurzfristig gestrichen werden, darunter auch Flüge nach Hamburg, Konstanz und Madrid. Im norditalienischen Friaul hingegen fiel der erste Schnee über der 1.500-Meter-Marke.

Ungewöhnlich seien solche Starkregen und Gewitter um diese Jahreszeit nicht, sagten Meteorologen. Es komme alle Jahre vor, dass kühlere Luftmassen in die warme Mittelmeer-Region einströmen und dann Unwetter entfachen, punktuell können diese Unwetter jedoch sehr extrem ausfallen und ganze Landstriche verwüsten. Das schlechte Wetter soll noch bis zum Wochenende andauern. (APA)