New York - Spezialeinheiten der US-Polizei haben wegen Terrorverdachts mehrere Häuser im New Yorker Stadtteil Queens durchsucht. Im Mittelpunkt des Einsatzes stand den Behörden zufolge ein Verdächtiger, der Verbindungen zu der Extremistengruppe Al-Kaida haben soll.

Nachdem sich der Mann am Wochenende mit anderen Personen in Queens getroffen hatte, entschieden sich die Behörden, zuzuschlagen, wie mit dem Vorgang vertraute Kongressmitglieder am Montag erklärten. Die New Yorker Polizei und das FBI sprachen von einem laufenden Verfahren und nannten deshalb zunächst keine weiteren Details.

Die Nachbarn eines der untersuchten Apartments berichteten von schwer bewaffneten FBI-Agenten, die gegen 2.30 Uhr eine Wohnung von fünf Afghanen gestürmt hätten. Aus einem anderen Haus hätten die Einsatzkräfte vier Bosnier abgeführt, sagte ein Bewerber für den Stadtrat, John Coe. Mindestens zwei von ihnen scheinen aber noch in der Nacht in die Wohnung zurückgekehrt zu sein.

Die "New York Times" zitierte einen höheren Beamten, die aufgespürte Gruppe stehe ideologisch der Extremistengruppe Al-Kaida nahe. Wie die Zeitung weiter berichtete, hatte es weder einen speziellen Plan noch ein Ziel eines Anschlags gegeben. Der Verdacht hätte aber für einen Durchsuchungsbescheid ausgereicht.

Ein konkrete Bedrohung habe es nicht gegeben, sagte der New Yorker Senator Charles Schumer, der über die Razzia informiert wurde. "Die Einheiten waren sehr erfolgreich beim Aufspüren potenziell bedrohlicher Aktionen, das war eine präventive Maßnahme", erklärte er. Auch der republikanische Kongressangeordnete Peter King wurde informiert: "Es gibt sehr gute Gründe zu glauben, dass es hier Verbindungen zu Al-Kaida oder deren Unterstützer gibt." (APA/Reuters)