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Gnus überqueren den Mara während ihrer Massenwanderung im Masaai Mara Reservat in Kenia. Sollten die Wasserstände des Flusses in den nächsten Jahren nicht wieder ansteigen, dann droht ein Massensterben.

Foto: REUTERS/Thomas Mukoya

Nairobi/Arusha - Der WWF warnt vor einer regelrechten Austrocknung der Serengeti. Der Mara-Fluss, Lebensader für die Nordostserengeti in Tansania und die kenianische Massai Mara, habe besorgniserregend niedrige Pegelstände. Die Dürre in weiten Teilen Ostafrikas treffe auch die als Tierparadies berühmten Nationalparks.

"Vom Mara-Fluss trinkt die gesamte Serengeti während der Trockenzeit. Wenn diese Quelle verloren geht, steht die Tierwanderungen von 1,3 Millionen Huftieren wie Gnus und Antilopen und das gesamte Ökosystem vor dem Kollaps", warnte Martin Geiger, Wasser-Experte beim WWF.

Massensterben

Sollten die Pegelstände des Mara in den kommenden Jahren weiter sinken, könnte es zu einem Massensterben der Wildtiere kommen. Die riesigen Herden sind darauf angewiesen, dass sie im Einzugsgebiet des Mara im September noch genügend Nahrung und Wasser finden, um sich in die nächste Regenzeit zu retten.

Seit 1970 ist der Abfluss im Mara bereits um durchschnittlich 60 Prozent zurückgegangen, vor allem durch massive Abholzungen im Quellgebiet, Bewässerung von Weizen- und Bohnenfeldern und einem enorm steigenden Wasserbedarf für Vieh und Menschen in Kenia. Hinzu kommen klimatische Veränderungen in Folge des Klimawandels. Wegen der Dürre und bereits abgegrasten Weiden treiben die Massai ihre Viehherden immer wieder in das Naturschutzgebiet. (red/APA)