Paris - Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy und der britische Premierminister Gordon Brown wollen auf dem bevorstehenden G-20-Gipfel in Pittsburgh (US-Staat Pennsylvania) "konkrete" Entscheidungen zur Kontrolle der Finanzmärkte und zu Prämienzahlungen für Manager durchsetzen. "Wir wollen alle beide keine Absichtserklärungen, sondern Zahlen, Zeitpläne, Zusagen", sagte Sarkozy am Dienstagabend nach einem Abendessen mit Brown im Elysee-Palast in Paris.

Er sei überzeugt, dass es "genügend Gemeinsamkeiten" für eine Einigung gebe, sagte Brown. "Die nächste Woche ist eine wichtige Woche für die Weltwirtschaft." Von dem G-20-Gipfel müsse die Botschaft ausgehen, dass "jedes Land in Zukunft Regeln befolgen muss, sonst ist das Bankensystem wieder dort, wo es vorher war, und das ist völlig inakzeptabel", fügte der britische Premier hinzu.

Sowohl Sarkozy als auch Brown fordern als Konsequenz aus der weltweiten Finanzkrise eine stärkere Kontrolle der Finanzmärkte, bei den Forderungen nach einer Beschränkung der Managerboni geht Sarkozy jedoch weiter als Brown. "Bei dem Paket stimmen wir in fast allem überein", sagte Sarkozy.

Auf dem G-20-Gipfel Ende der kommenden Woche (24. und 25. September) sollen die Staats- und Regierungschefs der führenden Industrie- und Schwellenländer über ein einheitliches Vorgehen bei der Verschärfung der Finanzmarktregulierung beraten. (APA/AFP)