Hohe Ertragschancen bei strikter Risikobegrenzung: Das ist ein Konzept, dass sich seit Ausbruch der Finanzkrise wohl jeder wünscht. Die Valartis Asset Management (Austria) KAG setzt diese Strategie nun mit dem "Trend Concept" um. Dieser Fonds setzt auf eine hohe Diversifikation im Branchenmix.

Die Aktienquote darf maximal 50 Prozent ausmachen und wird aufgeteilt auf europäische Titel und US-Werte. Investiert wird in sämtliche Einzelaktien des Euro-Stoxx-50 und des DJ Industrial 30. Bis zu zehn Prozent des Fondsvermögens werden dabei - je nach Marktlage - in Exchange-Traded-Fonds für Rohstoffe veranlagt. Weitere zehn Prozent können in Form von Long-Short-Futures beigemischt werden. Der Rest wird in Euro-Staatsanleihen und in den Geldmarkt investiert. Das Dollar-Währungsrisiko wird abgesichert. "Zudem wird durch eine Stop-Loss-Systematik das Marktrisiko stark begrenzt" , sagt Gerald Diglas, Geschäftsführer der Valartis Asset Management (Austria) KAG.

Strategie switchen

Der Fonds folgt einer "Switching-Systematik" , die so funktioniert: In Zeiten des Aufwärtstrends werden Aktien und alternative Anlageklassen (ETFs und Futures) stärker gewichtet, bei Erreichen von Wertsicherungsmarken wird das Fondsvermögen in sichere Anlagen umgeschichtet. Kommt es zu einer ausgeprägten Abwärtsphase, wird die Asset-Allocation Richtung Geldmarkt umgeschichtet.

Hinter dieser Systematik steht ein computerbasiertes Trendfolgemodell der deutschen Vermögensverwaltung TrendConcept. "Diese Switching-Systematik ermöglicht uns, das Potenzial von Aufwärtstrends bestmöglich auszuschöpfen und bei Abwärtstrends eine klare Outperformance des Marktes zu erzielen" , erklärt Diglas. Denn am Ende des Tages soll das Kapital der Investoren ja erhalten bleiben. Im Fact-Sheet des Fonds heißt es: "Das Hauptziel des Fonds ist der Kapitalerhalt mit konstanten absoluten positiven Erträgen und geringer Volatilität."

Derzeit sind knapp zehn Millionen Euro im "Valartis Trend Concept" veranlagt, ein Fondsanteil kostet 106,20 Euro (per 31. August). Der Fonds hat im August 3,21 Prozent erwirtschaftet. Aufgelegt wurde das Papier, das Diglas als "Basisinvestment für institutionelle und private Investoren" beschreibt, im April - die Performance seither liegt mit 6,2 Prozent im Plus.

Die Valartis Asset Management (Austria) KAG ist eine Tochter der Valartis Bank (Austria), die wiederum eine Hundert-Prozent-Tochter der Schweizer Bankengruppe Valartis ist. Die österreichische KAG verwaltet derzeit 14 Fonds, davon vier Anleihenfonds, fünf Aktienfonds und fünf Dachfonds. (Bettina Pfluger, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 17.9.2009)