Wien - Rund um die vermutlich illegale Speicherung von Krankendaten bei den ÖBB erheben die Belegschaftsvertreter nun auch Vorwürfe gegen ÖBB-Chef Peter Klugar. Betriebsratsvorsitzender Wilhelm Haberzettel warf Klugar in der Mittags-ZiB vor, von den verbotenen Datensammlungen gewusst zu haben.

Auf die Journalisten-Frage, ob es in den nächsten Wochen zu einer Rücktrittsforderung an den gesamten Vorstand kommen könnte, antwortet Haberzettl: "Ich würde es so formulieren: Keiner ist davor gefeit und keiner kann seine Hände in Unschuld waschen."

Laut Haberzettl haben alle für das Personal zuständigen Vorstände Bescheid gewusst, "die Datenerhebungsblätter tragen ihre Unterschriften". Klugar habe in seiner Rolle als früherer Infrastrukturvorstand davon gewusst. Im derzeit vorgenommenen Löschen der Daten sieht Haberzettl eine Vertuschungsaktion. (APA)