Istanbul - Die türkische Polizei hat am Mittwoch sechs Mittäter der schweren Sprengstoffanschläge in Istanbul im Jahr 2003 mit 63 Toten festgenommen. Wie die Polizei mitteilte, waren die sechs Türken bereits in Abwesenheit zu Gefängnisstrafen verurteilt worden und wurden nun in Istanbul festgenommen. Nach Angaben der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu wurden die Männer wegen Mitgliedschaft in einer illegalen Organisation und der Herstellung von Sprengstoff verurteilt.

Türkische Extremisten mit Kontakten zu dem Terrornetzwerk Al Kaida hatten im November 2003 eine Serie von Sprengstoffanschlägen auf Synagogen und britische Einrichtungen in Istanbul verübt und dabei 63 Menschen getötet. Insgesamt 34 Täter, darunter ein als Anführer der Anschläge identifizierter Syrer, wurden 2007 zu teilweise lebenslangen Haftstrafen verurteilt. (APA)