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Klaus Wowereit ist ein Hans-Dampf in allen Gassen. Als regierender Bürgermeister von Berlin fühlt er sich bisweilen zu Höherem berufen. Von Zeit zu Zeit bringt er sich entsprechend ins Gespräch: als Kanzlerkandidat.

Seit 2001 steht der jugendlich wirkende 55-Jährige an der Spitze der Berliner SPD und regiert in einem Bündnis mit der Linkspartei die Hauptstadt. Genauso lange gehört Wowereit zur Machtreserve der Sozialdemokraten, spätestens seit seinem "Ich bin schwul und das ist auch gut so"-Sager genießt der bekennend homosexuell Lebende bundesweite Bekanntheit.

In einem Spiegel-Ranking verwies Wowereit eine ganze Riege an SPD-Bundesministern auf die Plätze, manche Umfragen machen ihn sogar zum beliebtesten SPD-Politiker der Republik - und das, obwohl Wowereit nie bundespolitisch gearbeitet hat. Sollte sich die SPD, so wie von Finanzminister Peer Steinbrück jüngst angedacht, erneut in eine Große Koalition mit der Union retten, könnte Wowereits Stunde 2013 schlagen, wenn die übernächste Bundestagswahl ansteht.

Dabei gibt er sich, wie von Spiegel Online berichtet, etwa auf einer Wahlkampfveranstaltung in Hamburg zweideutig bedeckt: "Nur eines kann ich Ihnen sagen: 2013 bin ich auf jeden Fall in Berlin." (red)