Bild nicht mehr verfügbar.

Max Horkheimer (links) und Theodor W. Adorno.

Foto: dpa

Frankfurt/Main - Ab 17.9. rückt eine Sonderausstellung des Jüdischen Museums die Frankfurter Schule in den Mittelpunkt. Schwerpunkt ist das Exil der von den Nazis vertriebenen Denker, die Rückkehr einiger von ihnen ins Nachkriegsdeutschland und die Wiedereröffnung des Instituts für Sozialforschung in Frankfurt.

Wenig beachtetes Kapitel der Geschichte

Die in ein Forschungsprojekt über transnationalen Wissenstransfer eingebettete Schau zeigt damit nach Darstellung der Kuratoren ein wenig beachtetes Kapitel der Geschichte der linken Intellektuellen um Max Horkheimer und Theodor W. Adorno, die durch Texte wie etwa die "Dialektik der Aufklärung. Philosophische Fragmente" (1947) zu den einflussreichsten Denkern des 20. Jahrhunderts wurden.

In der Schau wird auch ein Kapitel jüdischer Geschichte nach dem Holocaust in Deutschland beleuchtet.

"Eine Rückkehr nach Deutschland"

Der häufig diskutierte Einfluss der vom Marxismus beeinflussten Begründer der Kritischen Theorie auf die 68er-Studentenbewegung spielt dagegen keine wesentliche Rolle. Die Ausstellung mit dem Titel "Die Frankfurter Schule und Frankfurt - Eine Rückkehr nach Deutschland" ist bis 10. Jänner 2010 zu sehen. (APA/dpa/red)