Gaza - Die radikale Hamas-Bewegung hat im Gazastreifen 50 Mitglieder rivalisierender Islamistengruppen aus der Haft entlassen. Hamas-Führer Ismail Haniyeh bezeichnete den Schritt als Zeichen der Toleranz vor dem Ende des muslimischen Fastenmonats Ramadan. Nach Angaben des Innenministeriums der Hamas bleiben 100 Extremisten in Haft. Laut einem hochrangigen Vertreter der rivalisierenden Gruppen werden dagegen etwa 500 Radikale festgehalten.

Die Hamas hatte 2007 die Macht im Gazastreifen übernommen. Die Bewegung erhält jedoch zunehmend Konkurrenz durch noch radikalere Gruppen. Vergangenen Monat stürmten Hamas-Kämpfer eine Moschee in der Stadt Rafah und töteten mehr als 20 Mitglieder der sogenannten Armee der Anhänger Gottes. Die Al-Kaida-Sympathisanten hatten das Küstengebiet um Rafah zum "islamischen Emirat" erklärt. (APA/Reuters)