Wien - Die Wiener Börse hat die Sitzung am Freitag bei hohem Volumen mit tieferen Notierungen beendet. Der ATX fiel 24,59 Punkte oder 0,94 Prozent auf 2.588,80 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 26 Punkte über der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.563 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr MEZ: Dow Jones/New York +0,41 Prozent, DAX/Frankfurt -0,47 Prozent, FTSE/London +0,28 Prozent und CAC-40/Paris -0,13 Prozent.

Von Handelsbeginn weg fiel der ATX in die Verlustzone ab und konnte sich bis Handelsschluss nicht aus ihr herausbewegen. Die Unentschlossenheit der europäischen Leitbörsen machte wenig Eindruck auf den heimischen Index, weder im Positiven noch im Negativen. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen, die neben einer Fülle an Analystenkommentaren das Geschäft prägten. Der große Verfallstermin oder "dreifache Hexensabbat" geriet hingegen zur Randnotiz.

Kursbewegend dürfte sich die neue Zusammensetzung des ATX-5 ab kommenden Montag ausgewirkt haben. Verbund, die aus dem Index der heimischen Blue-Chips fallen, verloren 2,58 Prozent auf 35,07 Euro. Dagegen gewannen Raiffeisen International, die für die Verbund Aktien aufrücken, 3,19 Prozent auf 39,50 Euro.

OMV im Minus

Unter den Schwergewichten fielen OMV mit einem Minus von 4,44 Prozent auf 27,33 Euro am stärksten. Hier könnte einem Händler zufolge neben Gewinnmitnahmen auch eine Abstufung durch die Credit Suisse von "Neutral" auf "Underperform" für Abgabedruck sorgen. Die Analysten von Sal. Oppenheim haben ihre Einstufung "neutral" für die Aktie der OMV vor einer wahrscheinlichen Kapitalerhöhung bestätigt.

Gleich zwei Studien wurden auch zu den Aktien von Wienerberger veröffentlicht. Die Raiffeisen Centrobank (RCB) hat ihr Anlagevotum für die Titel von "Hold" auf "Buy" erhöht. Das Kursziel wurde gleichzeitig von 16,72 auf 16,50 Euro gesenkt. Moody's schätzt die Aussichten für den Ziegelkonzern besser ein als zuletzt. Das Rating für die Unternehmensgruppe wurde von "Ba1 negativ" auf "Ba1 stabil" geringfügig verbessert. Die Aktien des Ziegelherstellers drehten im Verlauf ins Plus und schlossen um 0,66 Prozent verbessert bei 13,82 Euro.

Die Analysten von JPMorgan haben das Kursziel für die Aktien von Zumtobel von 7,50 auf 13,00 Euro angehoben. Das Anlagevotum lautet jedoch weiterhin auf "Underweight". Anteile des Leuchtenherstellers verschlechterten sich um 1,82 Prozent auf 13,50 Euro.

UIAG kletterten als Tagessieger um 18,57 Prozent auf 12,90 Euro. Die Aktien waren zunächst nach der Bekanntgabe, dass Cross Industries seine Beteiligung an dem Unternehmen verkauft, am Morgen vom Handel ausgesetzt worden.

Die Immobilienwerte gehörten hingegen nachrichtenlos zu den größten Tagesverlierern. Conwert reduzierten sich um 5,30 Prozent auf 9,47 Euro und Immoeast verringerten sich um 4,64 Prozent auf 3,70 Euro. (APA)

Die zehn größten Kursgewinner

      1. HIRSCH SERVO AG                  +21,34 Prozent
2. UNTERNEHMENS INVEST AG +18,57 Prozent
3. JOSEF MANNER & COMP. AG +8,37 Prozent
4. ATRIUM EUROP.REAL EST.LTD +6,05 Prozent
5. PALFINGER AG +5,69 Prozent
6. AVW INVEST AG +5,65 Prozent
7. CONSTANTIA PACKAGING AG +5,44 Prozent
8. FLUGHAFEN WIEN AG +4,05 Prozent
9. BENE AG +3,98 Prozent
10. RAIFFEISEN INT. BANK-HLDG AG +3,19 Prozent

Die zehn größten Kursverlierer

      1. UNIQA VERSICHERUNGEN AG           -9,15 Prozent
2. CONWERT IMMOBILIEN INVEST SE -5,30 Prozent
3. IMMOEAST AG -4,64 Prozent
4. OMV AG -4,44 Prozent
5. IMMOFINANZ AG -4,23 Prozent
6. CA IMMOBILIEN ANLAGEN AG -3,79 Prozent
7. ECO BUSINESS-IMMOBILIEN AG -3,11 Prozent
8. VERBUNDGESELLSCHAFT AG KAT. A -2,58 Prozent
9. VOESTALPINE AG -2,42 Prozent
10. ROSENBAUER INTERNATIONAL AG -2,21 Prozent (APA)