Wien - Die Wirtschaftskrise macht sich bei den österreichischen Weinexporten nicht in einem Rückgang der verkauften Mengen, sondern hauptsächlich in deutlichen Rückgängen beim Preis bemerkbar: Im ersten Halbjahr 2009 haben die Weinausfuhren um gut 10 Prozent auf 33,4 Millionen Liter zugenommen, der Wert der Ausfuhren sank um 1,8 Prozent auf 56,9 Mio. Euro , teilte die Österreichische Weinmarketing (ÖWM) am Freitag mit.

"In Summe sind die Exportzahlen in Anbetracht des wirtschaftlichen Umfeldes für die Weinwirtschaft überraschend positiv", kommentierte ÖWM-Geschäftsführer Willi Klinger. Er glaubt, dass bis Jahresende die Exporterlöse gegenüber 2008 wieder höher sein können.

Fassweine leiden

Beim Export in Flaschen sank die Menge leicht (0,6 Prozent), die Erlöse gingen um zwei Prozent zurück. Massiv eingebrochen sind dagegen die bei den Fassweinexporten erzielten Preise.

Die Flaschenweinausfuhr in den wichtigsten Auslandsmarkt Deutschland zeigte laut ÖWM "zwar ein leichtes Mengenminus (-4,5 Prozent), konnten aber wertmäßig dazugewinnen (+1,15 Prozent)". In Summe sind die Ausfuhren nach Deutschland mengenmäßig um neun Prozent gestiegen, der Wert nur um 0,5 Prozent.

Im zweitwichtigsten Exportmarkt Schweiz konnte um 23,7 Prozent mehr Menge exportiert werden, während die damit erzielten Umsätze gar um 2,8 Prozent sanken. In den USA, dem drittgrößten Exportland, macht sich die Krise mit geringeren Mengen und Erlösen bemerkbar. (APA)