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Andreas Ogris kommt im Ikonenstatus beinahe an Herbert Prohaska heran.

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Wien - Für die Europa-League-Starter gehen die englischen Wochen am Sonntag mit den Spielen der 2. Runde des ÖFB-Cups weiter. Sowohl Meister Salzburg, Vize Rapid, Titelverteidiger Austria als auch Sturm Graz bekommen es dabei drei Tage nach den Auftritt auf der europäischen Bühne auswärts mit Regionalligisten zu tun, das Quartett wird wohl das Rotationsprinzip walten lassen. Für die Austria kommt es zum Wiedersehen mit Andreas Ogris.

Die Bullen treffen im Salzburger Duell auf den SV Grödig, der nach dem Abstieg aus der Ersten Liga um den Meistertitel in der Regionalliga West mitspielt, derzeit mit nur einem Zähler Rückstand auf Platz zwei liegt. Rund 2.000 Zuschauer werden in der Untersbergarena erwartet, wenn die Mannen von Coach Michael Brandner auf den in der Europa-League gegen Lazio Rom siegreich gebliebenen Meister treffen. "Es ist alles angerichtet für ein Fußballfest", sagte Grödig-Manager Christian Haas. Marc Janko und Co. wollen eine Blamage wie im Vorjahr (Out im Achtelfinale) tunlichst vermeiden.

Ebenfalls keine Reisestrapazen muss Seriensieger Austria, der nach zuletzt zwei Niederlagen in Serie wieder gewinnen möchte, auf sich nehmen. Die Elf von Coach Karl Daxbacher trifft in Floridsdorf auf den FAC und deren Trainer Andreas Ogris. "Bei allem Respekt, den wir jedem Gegner zollen, wir werden dieses Spiel sehr ernst nehmen und wollen unseren Cupsieg natürlich verteidigen", betonte der Austria-Trainer. Gegenüber der 0:3-Niederlage in Bilbao wird eine veränderte Formation, unter anderem mit Ersatzgoalie Robert Almer und wohl auch ohne die angeschlagenen Bak und Vorisek, zum Einsatz kommen. "Es wird ein echter Cupfight", prophezeit Ogris. Die Mannschaft des Ex-Violetten ist gut in Schuss und führt die Tabelle in der Ostliga an.

Austrias Lokalrivale Rapid gastiert beim FC St. Veit/Glan. "Wir sind Profis und wissen, dass wir dieses Spiel genauso ernst nehmen müssen wie das Match gegen den HSV", meinte Rapid-Goalie Helge Payer. Die am Donnerstag sensationell mit 3:0 gegen den Hamburger SV siegreich gebliebenen Wiener sind nach dem schwachen Auftritt in der ersten Runde, in der der 3:2-Sieg gegen Parndorf erst in der letzten Minute der Verlängerung fixiert wurde, auch gewarnt. Die Kärntner, die auf ein volles Haus bauen können, sind allerdings mit vier Punkten aus sieben Spielen in der Regionalliga Mitte nur Vorletzter.

Sturm Graz will mit einem souveränen Auftritt im Alpenstadion von Wattens nach dem bitteren 3:3 nach 3:0-Führung in der Meisterschaft gegen den LASK sowie der 0:1-Heimniederlage in der Europa League gegen Dinamo Bukarest wieder auf die Siegerstraße zurückkehren. "Wir wollen in allen drei Wettbewerben so weit wie möglich kommen", sagte Coach Franco Foda.

Seine Schützlinge, die sich mit einem 4:2-Sieg nach Verlängerung gegen den TSV St. Johann in die zweite Runde gezittert hatten, flogen am Samstagabend nach einem Auftritt im Rahmen des 100-Jahrfestes im Schwarzl-Zentrum nach Innsbruck. Kapitän Andreas Hölzl, der wieder einmal in seiner Heimat antritt, und Co. wissen über den Gegner bescheid, wurde der von Spielertrainer Roland Kirchler angeführte Tabellendritte der Westliga doch beobachtet.

Am ersten Spieltag der 2. Runde sind am Freitag abgesehen von dem Ausscheiden der Austria Amateure (gegen Blau Weiss Linz) alle Favoriten weitergekommen. Die Auslosung des Achtelfinales (Spieltermin 9./10. März 2010) wird am 20. September in der ORF-Sendung "Sport am Sonntag" (ab 18.00 Uhr) vorgenommen. (APA)