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Stefan Laurer, Vorstand Verbund-Airlines und Konzernpolitik der Lufthansa AG (im Hintergrund Vorstandschef Wolfgang Mayrhuber)

Foto: APA/Techt

Frankfurt/Main - Die Lufthansa will auf ihrem Sparkurs möglichst ohne Entlassungen auskommen. "Wir sollten Entlassungen vermeiden, wenn es bessere Möglichkeiten gibt, kostengünstiger und produktiver zu werden", sagte Lufthansa-Vorstand Stefan Lauer der "WirtschaftsWoche". "Wir haben mit unseren Sozialpartnern immer andere Lösungen gefunden, das gelingt hoffentlich auch diesmal."

Die Lufthansa will das Ergebnis im Passagierbereich bis Ende 2011 um eine Milliarde Euro pro Jahr verbessern, vor allem durch Kosteneinsparungen. Zuletzt waren in der Wirtschaftskrise die Passagierzahlen und die Erlöse pro Passagier zurückgegangen.

Fünf Prozent weniger Kunden sei "kein dramatischer Mengenabriss", sagte Lauer. "Unsere Maschinen sind nach wie vor gut besetzt, wir verdienen allerdings rund 20 Prozent weniger."

AUA-Übernahme und Sparkurs

Die Lufthansa verzeichne derzeit 5 Prozent weniger Kunden und rund 20 Prozent geringere Erträge, sagte Lauer der "WirtschaftsWoche". Die Fluggesellschaft erwarte vor allem für das Langstreckengeschäft, dass nach der Krise die Kunden wiederkommen. In Europa stelle sich die Lufthansa auf stärkere Veränderungen ein: "Auch Geschäftskunden wechseln heute die Fluglinie, wenn sie pro Flug einige Euro sparen können."

Lauer verteidigte die als zu teuer kritisierte Übernahme von Austrian Airlines. "Wenn sich der Erwerb nicht lohnen würde, hätten wir ihn nicht gemacht." Gleichzeitig kündigte er jedoch einen härteren Sparkurs bei der Österreichischen Fluglinie an. Austrian werde "die Kosten weiter reduzieren müssen als zunächst geplant". Bis Lufthansa mit der neuen Tochterfirma Geld verdiene, werde "es noch einige Zeit dauern". (APA)